Wie begegnen wir anderen Menschen, damit sich ein Verbrechen wie der Holocaust niemals wiederholen kann?

„Mit offenen Armen und ohne Vorurteile.“

Zoni Weisz

Am 25. März 2018 begann mit Zoni Weisz unsere Veranstaltungsreihe kulturschock erfurt. Am Vormittag besuchten er und seine Frau eine zehnte Klasse der Schule, wo wir zusammen mit Unterstützung von Lisa Caspari (Erinnerungsort Topf & Söhne) ein sehr bewegendes Zeitzeugengespräch durchführten.

Am Abend fand dann die Hauptveranstaltung in der Aula statt. Wir haben uns riesig über die vielen Besucher gefreut, geschätzt um die 200, die den Raum nach und nach an den Rand seiner Kapazitäten brachte. Vielen Dank für das große Interesse, wir sind immer noch total entzückt und sehr froh, dass wir so viele Menschen erreicht haben!

In einem spannenden Vortrag von Zoni Weisz erzählte er über die Geschichte der Sinti und Roma und besonders seine eigene Lebensgeschichte. Was es bedeutet, seine Familie durch Ermordung durch die Nazis zu verlieren, ist für uns heute unmöglich erfassbar. Doch die sehr lebendige und emotionale Erzählweise Weisz‘ ließ zumindest in Ansätzen das Leid erahnen, dass er erlebt hat und stimmte nachdenklich.

Für uns besonders faszinierend: Zoni Weisz‘ international erfolgreiche Karriere als Florist nach dem Krieg und sein hohes Engagement für die Anerkennung des vergessenen Holocaust, des Völkermordes an den Sinti und Roma. Wir bewundern ihn für seine Lebenseinstellung und sind sehr froh, ihn zusammen mit seiner Frau in Erfurt begrüßt haben zu dürfen.

Herzlichen Dank an die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Stadt Erfurt für die finanzielle Unterstützung. Lisa Caspari vom Gedenkort Topf & Söhne danken wir für ihre Zeit und ihr Wissen, mit dem sie mit uns zusammen das Gespräch vorbereitete und durchführte. Auch möchten wir uns beim Königin-Luise-Gymnasium Erfurt bedanken, das die Räumlichkeiten unkompliziert zur Verfügung stellte.

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